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15.03.2018 02:33 Alter: 123 days
Kategorie: Gemeindeleben

Mein Weg zu Gott


Lukas 24, 34-35 Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war.

Wir feiern im April die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Ostern erinnert uns daran, dass Jesus lebt und wir eine große Hoffnung haben. Diese unglaubliche Wahrheit hat die Jünger komplett verändert. Dabei hat jeder Jesus auf seine eigene, besondere Weise erlebt und erfahren. Den Emmausjüngern z.B. erschien er zunächst inkognito auf ihrem Weg zurück in den Alltag. Plötzlich erkannten Sie ihn und wurden dadurch verändert. Was damals geschah, geschieht heute ganz ähnlich durch Gottes Geist. Gott offenbart sich Menschen. Wenn wir von unserer Geschichte mit Gott sprechen, dann verbergen sich dahinter oft spannende, manchmal sogar dramatische Geschichten. Denn Gott zeigt sich uns ganz unterschiedlich, manchmal auch in den Tiefen unseres Lebens. Auf den folgenden Seiten berichten einige unserer Gemeindemitglieder, wie sie zum Glauben an Jesus Christus fanden.

Rudolf, 77 Jahre
In meinen jungen Jahren suchte ich nach Sinn und Erfüllung in meinem Leben. Ich begann, nach Gott zu fragen. Ihn zu suchen, war nun mein Part. Seine Zusage: Wenn du mich von ganzem Herzen, ganzer Seele und Gemüte suchst, wirst du mich finden, so wie im Neuen Testament und Alten Testament beschrieben, war nun meine Hoffnung. Naheliegend waren viele Besuche in der Landeskirche, aber da fühlte ich mich mit meinem Anliegen nicht recht verstanden. Aber ich blieb während meiner Ausbildungs – und Studienjahre ernsthaft dran und suchte nach glaubenden Menschen, um bei ihnen Antworten zu bekommen. Gott hat mich dann soweit verändert, dass ich zu der Einsicht kam, dass ich einen Schritt machen musste und vor Gott und einem Menschen den Bankrott meines Herzens, d.h. meines Ichs, erklären musste. Da war meine Seele spontan frei und leer, und Gott selbst in Jesus kam mit seinem Heiligen Geist in mein Leben. Nun wusste ich, was es heißt, von Neuem geboren zu werden. (Joh. 3) Ich danke Gott und allen Betern, die den Part der Geburtshelfer lebten. Von nun an nicht mehr ich, sondern Christus in mir.

Regina, 65 Jahre
Als ich ca. sechs Jahre alt war, kam ein Missionar in unsere Kinderstunde und erzählte uns die Begebenheit von Daniel in der Löwengrube. Es war so spannend erzählt, und ich fieberte richtig mit Daniel mit. „Niemals kommt er da wieder raus“, dachte ich. Aber irgendwie hoffte ich es doch von ganzem Herzen. Tatsächlich, Gott schickte seine Engel, und Daniel wurde kein Haar gekrümmt. Damals wünschte ich mir: „Solch einen starken Beschützer möchte ich auch gern in meinem Leben haben“. Ich sagte ganz einfach nur: „Herr, kannst du auch so auf mich aufpassen?“ Mit 16 Jahren erneuerte ich diesen Wunsch noch einmal in einem Gebet und bat meinen Herrn um seine Führung in meinem Leben. Bis heute hat er mich durch Höhen und Tiefen geführt und getragen. Dafür bin ich sehr dankbar!

Melanie, 46 Jahre
Ich bin als Einzelkind in einer Familie aufgewachsen, in der Glaube keine Rolle gespielt hat. Rückblickend kann ich aber mit Sicherheit sagen, dass Jesus Christus immer ein Auge auf mich gehabt hat und ich so vor vielen falschen Entscheidungen bewahrt wurde. Es hat für mich den Anschein, dass es immer jemanden gab, der für mich gebetet hat. Meine Mutter war in Vollzeit berufstätig und sehr tolerant. So hat sie mich dann auch erzogen, sozusagen an der langen Leine. Mit vielen Freiheiten. Mein Vater war Fernfahrer und fuhr Sonntagabend bis Samstagvormittag weg. Ich hatte nicht sehr viel von ihm, aber wir hatten ein sehr inniges Verhältnis. Von ihm bekam ich die Nähe und Zuwendung, die ich mir so sehr wünschte, zu der meine Mama aber nicht in der Lage war. Ein großes Manko war aber dennoch, dass mein Papa Alkoholiker war. Nicht gerade eine ideale Kombination mit seinem Beruf. Als ich 14 Jahre alt war, starb meine geliebte Oma, bei der ich mehr oder weniger meine Kindheit verbracht habe. Meine Mama war damals schon an Brustkrebs erkrankt und deshalb zu Hause. Ich habe mich sehr schwer damit getan, dass sie plötzlich da war und eine Beziehung mit mir aufbauen wollte. Sicher habe ich sie oft verletzt. Damals war ich in der Pubertät und ahnte nicht, dass uns nicht mehr viel gemeinsame Zeit bleiben würde. Mit 16 Jahren lernte ich Dietmar, meinen Mann, kennen. Als ich mich in ihn verliebte, öffnete das mein Herz auch für Jesus, denn Dietmar ist ja der Sohn eines Pastors. Wir haben uns gemeinsam bei einer Evangelisation für Jesus Christus entschieden. Jesus wusste, dass ich den frühen Tod meiner Mutter und kurz darauf den meines Vaters alleine nicht verkraftet hätte und hat mir einen wunderbaren Mann an die Seite gestellt, der mich immer wieder ermutigt hat und mit dem ich die Familie haben darf, die ich mir immer gewünscht habe. Gott ist gut!

Viola, 41 Jahre
Von Gott gehört habe ich schon als Kind durch meine Familie und Gemeinde. Mit 9 Jahren habe ich mein Leben Jesus anvertraut und wusste, ich gehöre zu ihm und werde, auch wenn ich sterbe, bei ihm im Himmel leben! Mit 15 Jahren besuchte ich zwar weiter Gemeindeveranstaltungen, hatte aber meine beste Freundin in der Schule, und wir verbrachten viel Zeit mit Leuten in der Stadt, dort gab es immer Alkohol und einige nahmen auch Drogen. Einerseits war es cool, dabei zu sein, aber ich hatte auch oft das Gefühl, dass das Leben so doch leer und sinnlos sei. Meine Freundin rutschte immer mehr da hinein, und ich wusste nicht mehr, wo ich wirklich dazu gehöre. Ich habe Enttäuschung in Freundschaft und Beziehung erlebt. Wirklichen Trost, Zugehörigkeit und echte Freundschaft fand ich dann in der Jugendgruppe meiner Gemeinde. Dort erlebte ich auch, wie andere jeden Tag mit Jesus leben, und das wollte ich auch! So habe ich mein Leben nochmal ganz bewusst Jesus gegeben und ihn in mein Herz als Retter und als Herrn eingeladen und bei ihm echte Heimat und Zugehörigkeit gefunden!

Wilhelm, 79 Jahre
Ich bin in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen und habe in vielen Jahren unendlich viele Bibelstunden und Gottesdienste miterlebt. Die Verkündigung war immer bibeltreu. Mein geistlicher Zustand war zu der Zeit, meiner Meinung nach, zufriedenstellend. Ich hielt mich selber für fromm. Eine Veränderung war nicht erforderlich. Im Februar 1968 war eine Evangelisation in der FeG Bösingfeld. In der 2. Woche war Ernest Klassen der Prediger. An einem Abend nach der Botschaft sagte Ernest zu mit: „Willi, ich möchte, dass du morgen dein Glaubenszeugnis gibst!“ Ich traute mich nicht nein zu sagen. Zu Hause wurde mir schlagartig klar, dass ich im Selbstbetrug lebte, was meine Beziehung zu Jesus Christus anging. An diesem Abend habe ich, mit neunundzwanzig Jahren, Jesus Christus mein Leben übergeben. Mit großer Freude konnte ich am folgenden Abend mein Glaubenszeugnis geben.

Jens, 33 Jahre
Glauben ist mehr, als ich dachte. Aufgewachsen bin ich in einer traditionell-evangelischen Familie. Ich betete, ging zu den großen Festtagen und Feiern in den Gottesdienst. Nach meiner Konfirmation, stellte ich mir dir Frage: „Ist das jetzt alles?“ Ich glaubte zwar an Gott, aber er war für mich wie ein alter Mann, der weit weg im Himmel wohnt. Das änderte sich, als meine Schwester mich in einen Teenkreis mitnahm. Dort hörte ich davon, dass Gott mein persönlicher Freund sein möchte, dass er mich versteht und liebt und nur das Beste für mich will. Das war neu für mich! Bei der Impulswoche „Jesus House“ im Oktober 2000 habe ich mich entschieden, auf Gottes Rufen zu antworten und meinen Lebensweg mit ihm zu gehen. Die Annahme und Liebe, die ich bei Gott gefunden habe, möchte ich weitergeben. Darum bin ich Pastor geworden.

Ute, 50 Jahre
Bereits als Kind habe ich geahnt, dass es einen Gott geben muss. In meinem Herzen habe ich eine tiefe Sehnsucht nach Sinn und Ziel des Lebens gespürt. Auf christlichen Freizeiten habe ich zum ersten Mal davon gehört, dass Gott seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt hat, der für die Verfehlungen der Menschen gestorben ist. Das hat mich sehr angesprochen, und ich habe mich einige Zeit später bei einer Evangelisation bewusst dafür entschieden, mein weiteres Leben mit Jesus zu gestalten. Trotzdem habe ich noch eine gewisse Leere in meinem Herzen bemerkt und habe mich nicht wirklich von Gott angenommen gefühlt. Erst im Laufe der Jahre ist mir durch Gespräche mit Christen, Erlebnisse in meinem Leben, Bibel lesen und Gebet klar geworden, das Gott tatsächlich ein persönlicher Gott ist, der an meinem Leben Anteil nimmt und immer für mich und jeden einzelnen Menschen da ist.

Michael, 32 Jahre
Ich wurde christlich erzogen, habe mich aber mit ca. 14 Jahren vom Glauben abgewandt, bin nicht mehr in den Gottesdienst gegangen und habe versucht, in anderen Dingen meinen Sinn zu suchen. Mit 16 Jahren bin ich zu Hause ausgezogen. Ein Todesfall in der Familie warf mich zurück, sodass ich in Depressionen verfiel und mich in Computerspiele und Drogenkonsum geflüchtet habe, was mit selbstverletzendem Verhalten einherging. Später ging es dann weiter mit verschiedenen Beziehungen, die meine Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit nicht beenden konnten. Obwohl ich immer dachte „Wenn es nach dem Tod nichts gibt, dann lohnt sich der Kampf im Leben nicht und du kannst es eigentlich direkt beenden“, hörte ich nie auf mit der Suche. Somit fing ich an, wirklich nach Gott zu suchen und so kam es, dass ich erkannt habe, dass nur Jesus wirklich das geben kann, was wir Menschen brauchen: Frieden und Sinn.

Günter, 78 Jahre
In Psalm 68,6 heißt es: „Gott ist ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen.“ Als ich mit sieben Jahren Vollwaise wurde, hatte Gott schon vorgesorgt und mein Leben geplant. Er hatte schon das Schicksal meiner Tante so gelenkt, dass sie bereit war, mich aufzunehmen und mich aufzuziehen. Er beauftragte einen Vormund, durch den ich schon in jungen Jahren mit dem Evangelium konfrontiert wurde. Er wurde für mich ein Vorbild in Treue und Hilfsbereitschaft. Ich durfte seine christlich geführte Familie kennenlernen und hatte ständig Kontakt mit ihr. Ich merkte, dass darin alles echt war. Was ich besonders an ihm bewunderte war, dass er jahrzehntelang jeden Mittwoch ganz treu Bibelstunden hielt, und sonntags wurde er noch nach auswärts eingeladen. Ich nahm an diesen Stunden oft teil, wenn auch nicht ganz freiwillig. Ich habe also durch seine Botschaften schon früh erkannt, dass ich eine Entscheidung für Jesus treffen musste, um in den Himmel zu kommen. Ich bekam, wie damals Martin Luther, eine Angst vor der Hölle. Ich wusste genau, dass mir dieses Schicksal bevorsteht, wenn ich mein Leben nicht in die Hände Jesu legen und Vergebung meiner Sünden empfangen würde. Diese Entscheidung habe ich immer auf die lange Bank geschoben, bis ich mit 24 Jahren vor Gott kapituliert habe, der sich immer wieder in Erinnerung brachte. Vor einem Seelsorger durfte ich meine Schuld und Sünden aussprechen und habe Vergebung empfangen. Mit der Gewissheit und Dankbarkeit im Herzen, nun ein Kind Gottes zu sein, brauchte ich mich nicht mehr vor der Hölle zu fürchten, sondern konnte frohgemut in die Zukunft blicken.

Da sagte Jesus zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?