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06.03.2018 02:33 Alter: 197 days
Kategorie: Gemeindeleben
Von: Jens Brakhage

Faszinierender Einblick in die klassische Musik


Einen faszinierenden Einblick in die klassische Musik erhielten über 200 Besucher am Samstag, 3. März 2018 beim Gesprächskonzert mit dem Konzertpianisten Pavlos Hatzopoulos in unserer Gemeinde. Die Weitergabe von Hintergrundwissen und musikalischer Hochgenuss standen gleichberechtigt nebeneinander, als Pavlos Hatzopoulos nacheinander Einblick in die Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Claude Debussy, Modest Mussorgsky und Franz Schubert gewährte.

So erläuterte Hatzopoulos anhand von Fakten und Tonfolgen, dass Bach seine Musik zur Ehre Gottes schrieb. Anschließend beschrieb er mit Beethovens Sturmsonate, wie das Werk durch William Shakespeares Theaterstück „Der Sturm“ geprägt wurde, was dies mit dem Zeitalter des Humanismus zu tun hat und warum D-Moll als Tonart der Angst verwendet wird. Anschließend erläuterte er den Konzert-Besuchern die musikalischen Feinheiten und historischen Hintergründe zu Chopins auf Mallorca entstandenem Regentropfen-Prélude.

Ein weiteres Highlight war die Erläuterung eines Werkes von Claude Debussy, in dem sich die einzelnen Töne selbst genügen und alte Ordnungen aufgelöst werden. Hatzopoulos ordnete dies historisch ein, indem er die Barockmusik als „Garten Eden der Töne“ beschrieb und die Verselbständigung der Töne als eine Art Sündenfall einordnete. Anschließend lieferte er dem staunenden Extertaler Publikum eine vergleichbare Analyse für Mussorgskys Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, gefolgt von einer Zugabe mit einem Werk von Franz Schubert.

Die Zuschauer in der Gemeinde waren Zeuge einer sehr beindruckenden Veranstaltung, die bei vielen das Interesse für klassische Musik geweckt haben dürfte. Nicht umsonst wies Pavlos Hatzopoulos darauf hin, dass klassische Musikkonzerte mittlerweile in Summe mehr Besucher haben als Fußballspiele, inkl. der Champions League. In jedem Fall hat das hochklassige Gesprächs-Konzert den Horizont der Besucher erweitert.

Jens Brakhage