< Vorheriger Artikel
10.02.2018 02:44 Alter: 157 days
Kategorie: Gemeindeleben
Von: Leon Wittlif

Ein Bericht zur Wohnwoche


Am 28. Januar war es wieder soweit. Die gemeinsame Wohnwoche (GEWO) hatte wieder begonnen. Zum Mittagessen am Sonntag haben wir uns selbst Pizza und Salat gemacht. Die Pizza war super, Salat haben wir eher weniger gegessen. Nachmittags hat Jens die Sportlichen von uns gepackt und mit zur Turnhalle geschleppt. Dort haben wir zuerst Völkerball gespielt und konnten uns danach beim Basketball richtig auspowern. Darum hatte danach keiner mehr Lust, zur Gemeinde zurückzulaufen.

Zum Abend hin haben wir uns alle gegenseitig kennengelernt, und manche haben zum ersten Mal Billard gespielt. Bei einigen war direkt Talent zu erkennen, manche waren froh, wenn sie überhaupt die Kugel trafen.

Wir haben uns jeden Abend gegen 20 Uhr zusammengesetzt und gesungen, dann hat einer der Mitarbeiter Ausführungen zu einem Thema gehalten, das wir in den anschließenden Kleingruppen ausdiskutiert haben. Allgemein wurde viel gesungen und Gitarre gespielt. Auch wenn um 23 Uhr absolute Nachtruhe sein sollte, war doch noch ziemlich viel los (zumindest bei den Jungs). Es gab nämlich noch viel zu erzählen – außerdem hatten wir eine ohrenkrebserzeugende Matratzenpumpe.

Ausschlafen konnte natürlich keiner, da der erste Wecker um 5.30 Uhr geklingelt hat – selbst wenn keiner sofort aufgestanden ist. Zum Frühstück gab´s immer frische Brötchen und viel Auswahl. Danach sind wir alle zur Schule oder Arbeit gefahren.

Wir haben uns fast jeden Abend zusammengesetzt, um Gruppenspiele zu spielen, die ziemlich lustig waren. Selten hatte man Langeweile oder wusste nicht, was man als nächstes machen soll. Es war nämlich immer jemand da, mit dem man etwas unternehmen konnte. In den Kellerräumen war immer etwas los, und wenn man mal Ruhe haben wollte, konnte man einfach nach oben gehen, was aber nur wenige Leute gemacht haben. Ab und zu haben wir auch zusammen Konsole gespielt, am meisten das Autorennen Mario Kart, was ich allerdings nicht so gut kann.

Das Beste kam am Freitag: nämlich das Krimidinner mit einem Drei-Gänge-Menü – es war sehr lecker! Als Vorspeise gab es Suppe, als Hauptspeise Schnitzel mit Pommes und zur Abrundung des Abends noch einen Nachtisch mit Cookies, den ich über alles liebe. Der Abend wurde von den Mitarbeitern ziemlich cool gestaltet. Das Ganze spielte in London im Jahre 1951 und war eine Art Testamentseröffnung. Dort sollten wir als Eingeladene in einer ziemlich verzwickten Familiensituation den Mörder des Lords entlarven, um eine Belohnung zu empfangen. Leider hat meine Gruppe nicht gewonnen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.

Am Samstag ging es nach Detmold ins Schwimmbad Aqua-Lipp. Obwohl nicht alle mitgekommen sind, waren wir genügend Personen, um im Wasserbecken eine dreistöckige Menschenpyramide zu bauen. Zum Abendessen gab es leckere Burger. Bis zum Abend haben wir uns die Zeit mit Gesang und Spielen vertrieben. Dann ging es ins Bett, damit wir am Sonntagmorgen ausgeschlafen in den Gottesdienst konnten. Zuvor mussten wir noch putzen. Auch wenn der Einstieg in die GEWO für mich eher schwierig war, weil ich nur wenige Leute kannte, hat man sich nach ein bis zwei Tagen mit allen gut verstanden, und es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, ich kann im nächsten Jahr wieder mir dabei sein.

Leon Wittlif